diKu BiTaS

Forschungsbericht

diKu BiTaS

Kulturelle Bildung und Tanz
unter dem Vorzeichen der Digitalität

Eine explorative Studie mit Senior*innen im Elementaren Tanz

Moderner Tanz in Deutschland

Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm NEU-START KULTUR, Hilfsprogramm DIS-TANZEN des Dachverband Tanz Deutschland. Durchgeführt im Auftrag des Elementaren Tanz e.V. Köln.

Michael Obermaier
Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt
Kindheitspädagogik an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen in Köln

Rita Molzberger
Lehrkraft für besondere Aufgaben mit Schwerpunkt
Bildungsphilosophie an der Katholische Hochschule NRW, Abtl. Köln

Erscheinungsjahr 2023
auf https://www.kubi-online.de/artikel/kulturelle-bildung-tanz-unter-dem-vorzeichen-digitalitaet-explorative-studie-senior-innen

Szenenbilder

Abstract

Die vorliegende Kurzzusammenfassung einer explorativen Studie zur digitalen kulturellen Bildung im Tanz bei Senior*innen untersuchte die Potentiale der Umstellung eines analogen auf ein – pandemiebedingt – digitales Tanzangebot (N=63) bei nicht medienaffinen Menschen im Alter zwischen 68 und 83 Jahren (N=12). Das zentrale Erkenntnisinteresse lässt sich auf drei Dimensionen verorten: Erstens auf den Erhalt körperlicher Fitness und des physiologischen Wohlbefindens durch digitale Angebote im Tanz. Zweitens, mit Blick auf die psychosoziale Komponente, zielte die Untersuchung auf den Aufbau und die Stärkung von Medienkompetenz, um – drittens – speziell während des Lockdowns soziale Teilhabe, bestehende Beziehungen und gemeinschaftliche Erlebnisse insbesondere der im Tanz so zentralen ästhetisch-sinnlichen Ausdrucksform weiterhin zu erhalten.

Die beschriebene Studie liefert viele Hinweise darauf, dass auch Tanzangebote im digitalen Raum für wenig medienaffine Senior*innen ein großes Unterstützungspotential sowohl auf der physiologischen als auch auf der psychosozialen Ebene bieten können.
Mit Blick auf neue digitale Technologien und kulturelle Entwicklungen machen diese Ergebnisse Hoffnung, dass in Zukunft Programme und Angebote im Kontext von Mobile Health für Senior*innen in stärkerem Maße auf Lebensstil, Fitness und Wohlbefinden, vor allem aber auf soziale Teilhabe, aktive Teilnahme und somit auf gemeinschaftliche Erlebnisse abzielen. 

Foto: Laura Schurff (el.tanz-e.V.)

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